Anders leben (lernen)

Demokratie ist langsam

Diese Langsamkeit mittels digitaler Kommunikation ausgleichen zu wollen, kann nur partiell gelingen. Der Informationsfluss verbreitert sich und nimmt an Geschwindigkeit zu. Das führt dazu, dass das menschliche Gehirn mit Reizen überflutet wird. Das beeinflusst die Wahrnehmungs- und Verarbeitungsqualität.
Was bleibt auf der Strecke?
Es entsteht Unwohlsein. Die zunehmende Beschleunigung führt dazu, dass das herrschende System bestenfalls repariert wird. Was hingegen benötigt wird ist ein neues System.

Lies mal ...
... was ich vor 20 Jahren dazu geschrieben habe: "Stimmen gegen den Stillstand"
... und vor 10 Jahren: "Wir benötigen andere Weltmodelle"

Wir müssen (wieder) politisch werden

Aufruf des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (April 2017)

Unsere Regierung hat meiner Meinung nach durchaus recht, wenn sie uns anhält, politisch zu werden. Wir sollen also nicht wie Plakatflächen in der Landschaft herumstehen sondern uns bewegen. Nein, nicht mehr Sport treiben, das kommt beim nächsten Aufruf wieder, sondern für (mehr) Demokratie sorgen. Ich würde sogar behaupten: unsere Demokratie vor dem gänzlichen Untergang bewahren.

Das Wort "Politik" schreckt die meisten Bürger ab, hab ich den Eindruck. Den Einen ist sie zu hoch - "da kann ich nicht mitreden" -, den Anderen zu alternativlos. Sie ziehen sich vom Geschehen zurück oder versuchen es zu ignorieren. Mit fatalen Folgen, wie sich zunehmend zeigt.

Wenn ich von "politisch werden" spreche, dann meine ich Folgendes: gesellschaftlich klug und berechnend ein Ziel und dessen Auswirkungen verfolgen. Wenn ich also dem Ruf der Wirtschaft folge, ich solle Kleinaktionär werden, um für meine Rente vorzusorgen, dann handle ich politisch, wirtschaftspolitisch. - Okay, ich kaufe keine Aktien, weil ich das für kontraproduktiv halte. - Wenn ich hier von "politisch(er) werden" spreche, dann meine ich, dass wir aktiv für das individuelle und gesellschaftliche Wohl eintreten sollten, mit einer "ganz neuen Devise": für statt gegen.

Aufruf des Bundesministerius für Familie, Senioren, Frauen und Jugend auf einer Lifaßsäule

Meiner Meinung nach macht es wenig Sinn, die Klassenkämpfe des 19ten- und frühen 20sten-Jahrhunderts wieder aufzunehmen. Denn wir benötigen ein wirkliches Umdenken. Das sieht dann zum Beispiel folgendermaßen aus: Unsere Regierung beschließt (mal wieder), die Reichensteuer zu senken. Was geschieht? Die Einen drehen "Tittytainment" höher, die Anderen wollen das Problem aussitzen. Die eher Linken rufen zur Revolution auf, die eher Rechten schweigen, denn viele von ihnen sind Nutznießer.

Nach der neuen Philosophie gehen wir mit dem Problem anders um. Wir fragen nach dem Nutzen. Also, wieso haben die Reichen und Mächtigen es nötig, noch mehr Geld zu horten (und/oder zu verplempern)? Wie können wir ihnen helfen, dass sie das nicht mehr nötig haben? Wir, die kleinen Leute, können das, denn wir wissen wie "man" mit wenig Geld (gut) leben kann. Notfalls fragen wir die Ganzalten, weshalb sie so alt geworden sind. Da sagt keiner: Weil ich immer mehr Macht und materiellen Wohlstand angehäuft habe, weil ich Luxuskreuzfahrten unternommen habe, teure Armbanduhren besaß, drei Villen mein Eigen nennen konnte u. Ä. m.

Deutschland hat wieder seinen Impfpass gesucht, habe ich vor einigen Wochen mal wieder auf großen Plakaten im öffentlichen Raum gelesen. Wer ist denn Deutschland? Ich habe nicht nach meinen Impfpass gesucht. Ich weiß wo er liegt. Ich benutze ihn schon seit vielen Jahren nicht mehr.

Fragen wir auch hier nach dem Nutzen: Welchen Nutzen hat die Stiko (Ständige Impfkommission) oder das RKI (Robert-Koch-Institut) davon, wenn sie das Volk zum Sich-impfen-Lassen auffordern? Um die Frage genau beantworten zu können, müssen wir die Einrichtungen personifizieren. Wir müssen also den Personen dieser Einrichtungen auf die Finger schauen. Welchen Nutzen haben sie persönlich davon, wenn wir "unseren Kindern" raten, ihre Kinder zum Impfen zu schicken?

Europa bewegt sich

Fortschritt zum Tode

Inwieweit der CO2-Anstieg der einzige Grund für den zunehmenden Klimawandel ist, mag unterschiedlich diskutiert werden. Da gibt es Menschen, die sagen: Das CO2 ist kein Problem, da die Bäume das Gas umwandeln und unseren lebensnotwendig Sauerstoff erzeugen. Aber in welcher Relation steht dazu die Tatsache, dass immer mehr Bäume gefällt werden? Außerdem ist es unbestritten, dass die zunehmende Luftverschmutzung unserer Gesundheit abträglich ist.
Warum wird dieses Problem breitflächig diskutiert, hingegen andere Probleme nicht? Weil jederman die Schuld der Industrie, den Autoabgasen usw. in die Schuhe schieben kann?
Wir haben mindestens zwei weitere Probleme, die wesentlich weniger in der allgemeinen Aufmerksamkeit stehen: Elektromagnetische Felder(1) und Lichtverschmutzung(2). Die zunehmende Beleuchtung unseres Planeten bringt Mensch und lebendige Mitwelt zunehmend in Schwierigkeiten: Sie bringt die natürliche "Innere Uhr" in Unordnung. Nachtaktive Tiere werden in ihrer Orientierung und im Jagdverhalten gestört. Das macht sie auf Dauer krank. Die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft führt zu einer Ausweitung elektromagnetischer Felder, die unsere Gesundheit beeinträchtigen.
Wir setzen unserem Wachstumswahn mittels der Weiterentwicklung unserer technischen Möglichkeiten natürlich Grenzen. Wir treiben unser Aussterben voran, mittels zunehmender Unfruchtbarkeit, Krankheit, Siechtum und Tod.

* Siehe: "Brief Nr. 48" des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag vom Juni 2017,
1 Seite 6: "Höhere EMF-Belastung durch Digitalisierung der Gesellschaft?"
2 Seite 8: "Lichtverschmutzung: künstliche Beleuchtung zur falschen Zeit am falschen Ort"

Aktualisiert am 23.07.2017.

Der Nutzen

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