Anders leben (lernen)

Männerprobleme lösen


"War 's das, soll das alles gewesen sein? Kann ich noch etwas im Leben erreichen oder geht das so weiter wie jetzt, bis ich sterbe?"

Leistungsdruck, Unzufriedenheit, Depressivität, Lustlosigkeit, Abgeschlagenheit, Gefühl der Über- oder Unterforderung, diffuse Sehnsüchte ...

Menschen, unterwegs in Berlin

Was ich hier schreibe, entspringt der "Feder" eines Naturheilkundigen, eines Ganzheits- mediziners. Meine Aussagen sind nicht wissenschaftlich bewiesen und erheben keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Ich schreibe das, was ich in meinem Leben erfahren habe und was mir geholfen hat bzw. hilft, altern überwiegend positiv zu erleben.

Stell dir bitte mal folgenden Sachverhalt vor: Du bist 60 Jahre alt, seit vielen Jahren verheiratet und hast immer noch Lust auf Geschlechtsverkehr. Deine Gattin/Partnerin, etwa gleichalt, empfindet diese Art Lust nicht mehr. In den meisten Beziehungen bedeutet das für den Mann: Du hast jetzt auch keine Lust mehr auf "Liebemachen" zu haben.
Ist das ein Männerproblem? Nein, ist es nicht, denn dieses Problem ist eines, das beide betrifft. Er hat dann eins, sie auch. Jeder auf seine Art

Ein anderer Sachverhalt: Er stellt zunehmend fest, dass es mit der Erektion nicht mehr so recht klappt. Er geht (heimlich) zum Männerarzt (Urologen), der ihm nach gründlicher organischer Untersuchung mitteilt, dass keine körperlichen Probleme vorliegen. Dadurch ist die (teilweise) Impotenz nicht behoben, sondern eher komplizierter geworden. Hat er nun ein Männerproblem? Nein, eigentlich nicht, denn seine Partnerin leidet auf ihre Art mit. Also haben wieder (mindesten) zwei Personen ein Problem. Oder anders ausgedrückt: Das Problem ist beidgeschlechtlich.

Ich will hier jetzt nicht etliche Beispiele auflisten, sondern dir nur eine Ahnung ermöglichen, dass Männerprobleme auch aus einem ganz anderen Blickwinkel gesehen werden können, als es normalerweise üblich ist.
Wenn wir nach ganzheitlichem Denken und Fühlen dem Problem zu Leibe rücken wollen, dann ist es sinnvoll, wenn nicht gar notwendig, den geistigen Horizont zu erweitern. Wir müssen zum Beispiel unterscheiden, ob es sich um die Körperlichkeit handelt, die wir normalerweise als männlich bezeichnen, also mit Penis und ohne Brust, oder um das männliche Prinzip, also die Verhaltensweisen und Charaktereigenschaften, die wir Männern zuordnen. Diese sind partiell epigenetisch vererbt und kulturell geprägt.

Ein Männerproblem: nächtliches: "Wasser"lassen

Der Volksmund sagt es schon, dass dieses Problem etwas mit Wasser (im weitesten Sinne des Wortes) zu tun hat. Auch Tränen werden gewöhnlich mit Wasser gleichgesetzt. Also schließt sich der Kreis ganz einfach.
Wer unter erhöhtem nächtlichen Harndrang leidet, der sollte nicht nur seine körperlichen Funktionen untersuchen lassen, sondern auch seine emotionalen. Eine Krankheit, ein Leidenszustand oder auch "nur" ein Symptom (dieser Art) zeigt immer auf, dass ein basales Problem vorliegt oder mehrere basale Probleme vorliegen. Basal (grundlegend, ursächlich) meint, dass es sich um ein psychosomatisches oder psychosoziales Problem handelt. - Und ganz im Vertrauen: Es gibt gar keine anderen. - Deshalb kann in vielen Fällen ein geeigneter männlicher oder fraulicher Behandler, der sich mit ganzheitlicher Behandlung auskennt, helfen.
Aber bedenke auch hier: Er/sie wird dich nicht retten, sondern dich dabei unterstützen, dein Leben (wieder) in deine Ordnung zu bringen.


Und wie sieht es mit dem (nächtlichen) Schwitzen aus?

Hier sind Männer eigentlich nicht mehr allein, weil auch Frauen (besonders während der Wechseljahre) dieses Phänomen kennen. Das Wissen darum hilft allerdings letztlich nicht, weil sie sich nicht verstehen. Es gibt sogar Menschen, die Schwitzen für positiv halten, da sie davon ausgehen, dass dann der Körper besonders stark "entgiftet" oder sich gegen etwas wehrt (zum Beispiel gegen einen Krankheitserreger). Sie sitzen einem großen Irrtum auf. Aber darüber reden wir ein anderes Mal.

Was uns von der Natur aus unterschiedlich sein lässt ist zum Beispiel die Tatsache, dass der neugeborene frauliche – Achtung: nicht "weiblich", das ist diskriminierend - Erdenbürger schon die Anlagen für die Eier in sich trägt. Daraus folgt, dass die Zeit, in der diese angelegt werden, also während der intrauterinen Phase (in der Gebärmutter) von besonderer Bedeutung ist. Die männlichen Samen entstehen erst viele Jahre später, während der Pubertät. Deshalb ist diese Zeit für die Vererbung von besonderer Bedeutung.

Okay. Lassen wir das. Worum geht es mir hier? Es gibt viele Probleme, die als Männerprobleme beschrieben werden: zum Beispiel Haarausfall. Haarausfall haben auch einige Frauen, sind sie deshalb Männer? Haben sie ein Männerproblem? Nein.
Etwas im Leben schaffen zu wollen/müssen, sachliche Werte anhäufen und gesellschaftliche Stellungen erreichen zu müssen? Sind das Männerprobleme? Nein.

Der Mittelpunkt

Ich kann dir gar nicht genau sagen, was Männerprobleme sind. Ich weiß "nur", dass viele Probleme, mit denen sich Männer in unserer spätkapitalistischen Gesellschaft herumschlagen, nach Lösung verlangen. Diese Probleme haben manche Frauen auch, ohne dass sie deshalb Männer sind.

Und wie geht es Männern, die Männer lieben, und Frauen, die Frauen lieben? - Letztendlich auch nicht viel anders.

Wenn dich dieser Text positiv anspricht, egal ob als Mann oder als Frau, und du den Eindruck hast, du hättest gerne eine fachliche Unterstützung, um in dein Leben (wieder) mehr Ordnung zu bringen und/oder in ihm mehr Lebensfreude zu erzielen, dann ruf mich einfach an: Praxis Raimar Ocken, Berlin-Friedrichshain, Tel.: ++49(0)30 441 39 16.

Aktualisiert am: 06.09.2017.

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Männerprobleme

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