Anders leben (lernen)

Paradiesvogelblume

Frieden, den ich meine

Frieden und Freiheit hängen miteinander zusammen. Wenn wir uns um Frieden bemühen, dann ist es notwendig, dass wir uns auch mit dem Thema Freiheit befassen. Beides, Frieden und Freiheit, steht auf der globalen Selbsterhaltungsscala ganz oben. Dieser notwendige Frieden ist nur zu erreichen, wenn wir uns mit unserem inneren Unfrieden befassen.

Um friedlich zu werden, ist es notwendig sich im Loslassen zu üben. Es geht um den Frieden im Denken, um Frieden in unseren Beziehungen zu Lebewesen und um Frieden im Umgang mit materiellen Gütern.
Frieden im Denken bedeutet unter Anderem, dass es gut ist, eine eigene Meinung zu haben. Sie sollte allerdings nicht so verschlossen sein, dass keine anderen Meinungen gleichberechtigt zugelassen werden. Wer nur seine Ideen als einzig wahre akzeptiert, verhält sich dogmatisch und unsolidarisch. Das erzeugt Unfrieden.
Frieden im Umgang mit Beziehungen ist wohl in unserem Lande die schwierigste Übung. Wir sind mit sehr vielen besitzanzeigenden Ausdrücken innerlich und äußerlich behaftet. Es hat den Anschein, dass es den meisten Menschen nur sehr schwer möglich ist, sich davon zu befreien. Viele wollen es augenscheinlich auch gar nicht. Wovon? Wir sagen zum Beispiel: mein Kind, meine Frau, mein Mann, mein Hund, meine Eltern. Alles das bezeichnet Besitz und erzeugt Unfrieden.
Frieden im Umgang mit Dingen (materiellen Gütern). Für etliche Menschen ist die Freiheit von Besitz schwieriger zu bewerkstelligen als die Freiheit von Beziehungen. In der Regel dann, wenn sie keine ausreichend schöne Beziehungen haben und/oder sie sich selbst für minderwertig halten. Es sind schon Menschen getötet worden, weil sie das Auto eines Anderen beschädigt haben, um nur ein Beispiel zu nennen. Das ist Unfrieden.

Schattenseiten

Wenn wir Frieden und Freiheit wollen, dann kommen wir nicht umhin, uns mit unseren "Schattenseiten" zu befassen. Neid, Missgunst, Eifersucht, psychische und physische Gewalt, Suchten, Egozentrik und Egoismus, Ignoranz ... beruhen auf Unfreiheit und erzeugt Unfrieden. Je mehr es uns gelingt, diese Persönlichkeitsanteile konstruktiv zu handhaben, desto friedlicher werden wir.

Ist dieses Thema wirklich wichtig? Die Antwort ist recht einfach, denke ich. Besonders die Menschen in der so genannten westlichen Welt haben einen Lebensstil entwickelt, der letztlich dem globalen Wohlbefinden abträglich ist. Wir amüsieren uns zu chronisch Kranken, vergeuden wichtige Rohstoffe, verschwenden Lebensmittel, erzeugen gigantische Berge aus Elektronikschrott, tauschen den Teufel gegen Beelzebub und wollen nicht begreifen, dass es letztlich "nur" darum geht, unsere Beziehungen in Ordnung bringen. Lieben im "Sein", nicht im "Haben". Zum Beispiel: Ich bin mit "XY" befreundet - nicht "ich habe" einen Freund.

Wenn wir in unseren Beziehungen friedlich und frei sind, ist es uns möglich, den Anderen wirklich wahrzunehmen, absichtslos in all seiner Schönheit (und Hässlichkeit).

Frieden, den ich meine

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